… Solo, no mojo

 

I bounce back, no pogo

 

Unhappy, no homo

 

New brands, no logos …

 

from Doechii, Anxiety, 2025

 

 

Liebste Mary:
Langsam gewöhne ich mich daran, Dich nicht mehr hier zu haben, und noch immer vermisse ich Dich. Dein Brief kam zur rechten Zeit, gerade als ich anfing, darüber nachzudenken, ob ich anfangen soll, mir Sorgen zu machen. (…) Du weißt, daß ich mich ängstige, Du könntest verletzt werden, und Du weißt auch, daß mir ziemlich klar ist, daß das Unsinn ist. (…) Wie geht es Deiner Arbeit? Wieder beim Roman? Ich bin noch immer beim Übersetzen (…). In Liebe
Deine Hannah

Liebste Hannah,
gestern abend kam ich aus Zürich zurück und fand Deinen Brief vor. (…) Mach dir keine Sorgen um mich. Ich bin diesmal verletzt worden. (…) Aber schreibe. Und schließe diese Übersetzung ab. Wo wirst Du im Sommer sein? Du sprichst davon, daß wir uns sehen. Aber wo? Alles, alles Liebe, Mary

from Hannah Arendt/Mary McCarthy. Im Vertrauen. Briefwechsel 1949-1975: 135 ff.

 

 

(…) Ich sey, gewährt mir die Bitte, 
In eurem Bunde der Dritte.

from Friedrich Schiller, Die Bürgschaft, 1798

 

 

The focus here is on the current issues of a fluid and fragile society. The overarching theme of A TRANS in 2026 is A SistaBro-City. Sista + Bro transforms the circle of friends into a family, a chosen kinship, so to speak. Sista + Bro sounds so much better than the German terms „Kumpel“ or „Kollegin“ (male or female colleague); the cool clique is the arena for negotiating things.

It’s about soulmates and relationships, about closeness and trust, mutual understanding and respect, about complicity, alliances, and above all, about friendship that develops and can last a lifetime.

The showcase of the project space is located in the underground of the Zoologischer Garten on the U9 platform. The aim is to take stock on site at one of Berlin’s inner-city hot spot (Zoologischer Garten) with all its different urban and social manifestations.

The artistic act is an expression of pause and reflection, of social cohesion and solidarity.

Following on from the series of recent years, the protagonists have been invited to literally create ’stopping points‘ for visitors and passers-by in a place that is rather removed from art: Karola Rückholz (Potsdam), Lilla von Puttkamer (Berlin), Alexandra Spiegel (Berlin) and Concha Argüeso (Berlin).

 

(German summery)

Der Fokus des Programms liegt auf den aktuellen Themen der fluiden und fragilen Gesellschaft. 2026 ist das übergeordnete Thema von A TRANS A SistaBro-City ist. Sista + Bro machen den Freundeskreis zur Familie, zur Wahl-Verwandtschaft gewissermaßen. Sista + Bro klingen so viel besser als die deutschen Kumpel oder Kollegin, die coole Clique ist das Feld für das Verhandeln der Dinge.

Es geht um Seelenverwandschaft und Beziehungen, um Nähe und Vertrauen, gegenseitiges Verständnis und Respekt, um Komplizenschaft, Allianzen, und vor allem um Freundschaft, die sich entwickelt und ein Leben lang halten kann.

Die Vitrine des Projektraums befindet sich im Untergeschoss des Zoologischen Gartens am Bahnsteig der U9. Es geht dabei auch um eine Bestandsaufnahme vor Ort an einem urbanen Hot-Spot Berlins mit all seinen unterschiedlichsten sozialen Erscheinungsformen. Der künstlerische Akt ist ein Ausdruck des Innehaltens und der Reflexion, des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Solidarität.

Anknüpfend an die Serien der letzten Jahre sind die folgenden Protagonisten eingeladen,  an einem eher kunstfernen Ort im wörtlichen Sinne ‚Anhaltepunkte‘ für Besucher*innen und Passanten und zu realisieren: Karola Rückholz (Potsdam), Lilla von Puttkamer (Berlin), Alexandra Spiegel (Berlin) and Concha Argüeso (Berlin).

 

Weitere Informationen / For further information:

Instagram: @atrans

 

Weitere Partner sind / Further synchronizing partners are:

Exhibition space BASEMENT

Natalia Irina Roman

STRECKEN II STÜCKE

 

Exhibition

11.01.2026.– 06.02.2026  |   Open Hours permanently

 

Location

A TRANS Vitrine U – Zoologischer Garten (Platform U9), Hardenbergplatz in 10787 Berlin

 

 

Download Flyer

 

STRECKEN || STÜCKE is an installation by Natalia Irina Roman, growing out of her long-term cooperation with Deutsche Bahn (since 2017) and BVG (since 2022). Within these collaborations, she has transformed sites along the tracks — including former interlocking towers and train control rooms — into spaces for art. From this sustained engagement with the railway, a range of formats has emerged, in and along the train system, in which train journeys themselves become artistic experiences.A train moves through the vitrine: station names, S-Bahn windows and trains of thought collected between Vienna and Istanbul loosen, drift and intertwine. The view from the train window subtly shifts — the everyday becomes charged, and each journey turns into a new piece.

 

Natalia Irina Roman is an installation artist and city researcher who has been developing site-specific works since 2010 across a wide range of contexts, including large-scale and industrial spaces. Since 2017, her artistic practice has increasingly unfolded in relation to the railway, where art, space and movement intersect. In 2024, she worked in the railway context in New York City and its surroundings as a Fulbright fellow. In 2025, she was invited to the conference „Railway Aesthetics“, which took place on two trains travelling between Vienna and Istanbul. During the journey, she collected the trains of thought of fellow passengers and presented her long-term work in the railway context. Her work has been shown in numerous solo and group exhibitions in Germany and internationally. Alongside her artistic practice, she currently teaches at the Berlin University of the Arts (UdK) and previously led courses at the Bauhaus-Universität Weimar, where train journeys themselves become sites of artistic exploration.

 

(German summary)

STRECKEN || STÜCKE ist eine Installation von Natalia Irina Roman, die aus ihrer langjährigen Kooperation mit der Deutschen Bahn (seit 2017) und der BVG (seit 2022) hervorgegangen ist. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit hat sie Orte entlang der Gleise – darunter ehemalige Stellwerke und Zugabfertigerräume – in Räume für Kunst überführt. Aus dieser kontinuierlichen Auseinandersetzung mit der Bahn sind verschiedene Formate entstanden, entlang und innerhalb des Bahnsystems, in denen Zugfahrten selbst zu künstlerischen Erfahrungen werden.

Ein Zug bewegt sich durch die Vitrine: Stationen-Namen, S-Bahn-Fenster und Trains of Thought, gesammelt auf einer Reise zwischen Wien und Istanbul, lösen sich, treiben, verflechten sich. Der Blick aus dem Zugfenster verschiebt sich – das Alltägliche wird aufgeladen, jede Fahrt zu einem neuen Stück.

 

Natalia Irina Roman ist Installationskünstlerin und Stadtforscherin. Seit 2010 entwickelt sie ortsspezifische Arbeiten in unterschiedlichsten Kontexten, darunter auch großformatige und industrielle Räume. Seit 2017 arbeitet sie im Bahnumfeld, wo Kunst, Raum und Bewegung aufeinandertreffen. 2024 forschte und arbeitete sie mit einem Fulbright-Stipendium im Bahnkontext in New York City und Umgebung. 2025 wurde sie zur Konferenz „Railway Aesthetics“ eingeladen, die auf zwei Zügen zwischen Wien und Istanbul stattfand. Während der Fahrt sammelte sie die Trains of Thought der Mitreisenden und stellte zugleich ihre langjährige Arbeit im Bahnbereich vor. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Neben ihrer künstlerischen Praxis lehrt sie derzeit an der UdK Berlin und leitete zuvor Lehrformate an der Bauhaus-Universität Weimar, in denen Zugfahrten selbst zum Ausgangspunkt künstlerischer Prozesse werden.

 

For further information:

https://www.atrans.org/  |  https://www.nataliaroman.eu

Instagram: @atrans   | #gesternstellwerk auf www.instagram.com/sitespecificideas

Opening

Saturday, 10.01.2026    6:30  – 7:00 PM

In the presence of the artist.

 

 

With the support of: